John Owen arbeitet dort, wo seine Motive entstehen: draußen, in der Landschaft. Er malt nicht nach Fotografien, nicht im geschützten Atelier, sondern unmittelbar vor Ort. Wind, Licht, Wetter und Jahreszeit sind Teil des Entstehungsprozesses. Seit vielen Jahr zehnten lebt der gebürtige Engländer im Mühlviertel – eine Landschaft, die sein künstlerisches Sehen nachhaltig geprägt hat.
Owen interessiert sich weniger für die exakte Abbildung eines Ortes als für dessen Atmosphäre. Seine Aquarelle versuchen nicht, festzuhalten, sondern sichtbar zu machen: das Flirren des Lichts, die Bewegung des Wassers, das Wechselspiel von Nähe und Weite. Die Farbe darf verlaufen, das Papier bleibt spürbar, Formen lösen sich stellenweise auf. Gerade in dieser Offenheit entsteht eine besondere Dichte. Owens Bilder wirken nicht konstruiert, sondern erlebt – als Momentaufnahme einer Landschaft, die sich ständig verändert.
John Owen – Müllner-Karl-Kapelle.
Das Aquarell der Müllner-Karl-Kapelle ist von einer besonderen Leichtigkeit geprägt. Die Kapelle erhebt sich ruhig aus einem Meer aus Farben, umgeben von einer blühenden Rosenpracht. Architektur und Natur sind nicht gegeneinander gesetzt, sondern fließen in einander über.
Die Rosen im Vordergrund leuchten in kräftigen Rosa- und Pinktönen. Sie sind nicht einzeln ausgearbeitet, sondern als farbige Flächen und Tupfer angelegt. Dadurch entsteht Tiefe, ohne Schwere. Owen verzichtet auf scharfe Linien und lässt Formen durch weiche Übergänge entstehen.
Die Kapelle mit ihrem Turm und dem Kreuz bildet den stillen und beständigen Mittelpunkt des Werkes. Auch die kleine, im Vordergrund stehende Hubertuskapelle erscheint wie ein steinernes Zeichen der Beständigkeit – fest verankert inmitten der farbigen Fülle.
Der Raum öffnet sich nach oben. Licht durchzieht das Bild, verdichtet sich zu Strahlen und verliert sich in einem blau-violetten Himmel. Dieses Licht wirkt nicht nur atmosphärisch, sondern beinahe geistig – wie ein göttlicher Schein, der die Szene umhüllt. Diese Lichtführung trägt zur besonderen Stimmung des Bildes bei: still, erhaben, zeitlos. Es zeigt einen Ort der Ruhe – einen Ort des Innehaltens und des Staunens, eingebettet in Natur und Farbe.
Schmankerlwirt
Inge & Arni Lummerstorfer
Brückenstraße 15
A-4191 Vorderweißenbach
Kontakt:
Öffnungszeiten:
Do: 16:00 – 24:00 Uhr
Fr: 16:00 – 24:00 Uhr
Sa: 08:00 – 24:00 Uhr
So: 08:00 – 24:00 Uhr
Warme Küche:
Do: 16:00 – 20:00 Uhr
Fr: 16:00 – 21:00 Uhr
Sa: 11:00 – 21:00 Uhr
So: 11:00 – 19:00 Uhr
Geänderte Öffnungszeiten:
Montag, 26.10.2026: 08:00 - 16:00 Uhr
Warme Küche 11:00 - 14:00 Uhr